Streuobstwiesenpflege

Streuobstwiese Apollensberg

Die kleine Streuobstwiese liegt am Fuß des Apollensbergs - einer kleinen Erhebung westlich von Wittenberg - welcher zugleich einen schönen Ausblick über die Elbauen liefert. Hier stehen ca. 18 Obstbäume sowie ein Walnußbaum. Seinen Ursprung hat der kleine Bestand [...]

Im Jahr 2019 wurden die Bäume geschnitten, Baumscheiben erneuert sowie die WIese gemäht. Der Rundweg zwischen Elbaue und Fläming des Naturparks Fläming führt hier entlang.

https://naturpark-flaeming.de/wp-content/uploads/2019/10/Flyer-Rundweg-Zwischen-Elbe-und-Fl%C3%A4ming-2019.pdf


Streuobstwiese Bleesern

Die Streuobstwiese wurde in den Jahren 2017, 2019 und 2020 gepflegt. Hier stehen Äpfel, Birnen und Pflaumen. Ein grundlegender Pflegeschnitt aller Bäume und die Mahd der Wiese brachten diesen wunderschönen heterogenen Bestand zum Vorschein. Reisighaufen, stehendes und liegendes Totholz runden das bunte Mosaik ab.

In Bleesern sind wir ebenso in der Umweltbildung aktiv:

Umweltbildung in Seegrehna/Bleesern


Streuobstwiese Külso

Die Streuobstwiese wurde erstmals im Jahr 2020 durch den LPV Wittenberg e.V. grundlegend gepflegt.

Diese Streuobstwiese gehört mit einem Alter von ca. 25 Jahren zu den jüngeren ihrer Art. Bemerkenswert ist die Mischung aus Apfel-, Birnen- und Kirschbäumen historischer Landsorten.


Streuobstwiese Möhlau

Die Streuobstwiese wurde erstmals im Jahr 1997 durch den LPV Wittenberg e.V. grundlegend gepflegt. In den Jahren 2017 und 2019 wurde der Bestand grundlegend instandgesetzt.

Die zweigeteilte Streuobstwiese weist einen Baumbestand von über 300 Obstbäumen auf, welche sich in verschiedenen Altersstadien befinden. Die Gesamtheit der Bäume wurde 2017 und 2019 gepflegt: dies umfasste je nach Alter des Baumes: Erziehungsschnitte, Auslichtungs-, Entlastungs-, und Erhaltungsschnitte (Altbaumsanierung) sowie die Einkürzung von Totholzbäumen aus Verkehrssicherheitsgründen. Es wurden keine Totholzbäume entnommen, dies wäre nicht im Sinne des Naturschutzes und der Förderung der Artenvielfalt. Dieses stehende Totholz dient zum Beispiel als Habitatbaum und Sichtwarte für Greifvögel.


Alte Obstbaumallee Bergwitz

Der alte Obstbaumbestand wurde erstmals im Jahr 2020 durch den LPV Wittenberg e.V. grundlegend gepflegt.

Die Altersstruktur der Obstbäume (ca. 100 Stück) in der Allee Bergwitz ist sehr differenziert. Es finden sich sehr alte Baumveteranen, mittelalte und jüngere Bäume darin. Eine umfangreiche Pflege wurde umgesetzt, dazu gehörten Erziehungsschnitte der Jungbäume sowie Entlastungs- und Verjüngungsschnitte bei den Altbäumen

Streuobst Apollensberg

Gefährdet sind alte Bestände unter Anderem durch den Bau neuer Siedlungs- oder Industriegebiete. Auch Straßenbaumaßnahmen fallen immer wieder Obstbaumalleen zum Opfer.

Man darf natürlich auch nicht vergessen, dass Obstbäume eine regelmäßige Pflege brauchen. Ist das dafür nötige Fachwissen nicht gegeben oder fällt die Pflege ganz weg überaltern die Bestände und sterben nach und nach ab.

Optimale Streuobstbestände mit einem großen obstbaulichen Gefüge, einer Altersstruktur von uralten bis jungen Obstgehölzen, der Arten- und Sortenvielfalt, den umgebenden Hecken und Gebüschen, der abwechslungsreichen meist grünlandartigen Bodenvegetation, sowie einer extensiven Bewirtschaftung sind heute äußerst selten anzutreffen.

Daher ist es um so wichtiger, die noch verbliebenen alten Bestände zu erhalten und zu fördern.

Alte Obstbestände die sich gänzlich oder teilweise in verschiedenen Phasen natürlicher Alterungs- oder Abbauprozesse befinden und die für viele Tier- und Pflanzenarten wertvoller Lebensraum sind, haben eine
wichtige Regulationsfunktion zur Herstellung bzw. Erhaltung des biologischen Gleichgewichts.

(Obstatlas der Russischen Kolonie Alexandrowka in Potsdam -Ausschnitt aus „Die Russ. Kolonie...aus ökologisch-landschaftsästhetischer Sicht“ Dr. Fritz Brudel)

Der Streuobstanbau hatte in unserer Region eine hohe kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung.

Das Obst diente der Selbstversorgung, als Markt- und Exportfrucht, die Bäume brachten Pachteinnahmen. Die Bäume selbst waren Grenzmarkierungen und Schattenspender. Sie standen an symbolträchtigen Örtlichkeiten und fanden Eingang im Volks- und Brauchtum wie Liedgut, Gedichten, Abzählreimen, Anekdoten, Geschichten und Volksfesten.

Leider nahm und nimmt die Zahl registrierter Neupflanzungen ab. Allein von 1960 bis heute beträgt der Rückgang 75%.

Bei Pflanzmaßnahmen werden heute vor allem Äpfel gesetzt. Die derzeit gepflanzten Bäume reichen jedoch nicht aus, um den Verlust an Altbäumen zu ersetzen.

 

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